Ins rechte Licht gerückt

Eine alte Schlosserwerkstatt mausert sich

Wohnen im Industriegebiet – die meisten können sich Schöneres vorstellen. Auch Isabelle, die als Floristin durchaus naturbegeistert ist, musste schlucken, als ihr Freund Jan vorschlug, in die Wohnung über seiner Schlosserwerkstatt zu ziehen. Da sie aber gerne Herausforderungen angeht, machte sie sich sofort daran, zu überlegen, wie das neue Wohndomizil denn gestaltet werden solle.

Dem designverliebten Paar war schnell klar: Modern muss das Bad sein. Für Jan spielt auch die Funktionalität eine große Rolle: Der Stauraum für Accessoires wie Klopapier und -bürste neben dem WC ist daher nahezu unsichtbar. Die Türen wurden extra mit denselben Fliesen wie die Wand versehen, um möglichst unauffällig zu sein. Besonders stolz ist Jan auf das Lichtkonzept. Durch Raffinessen wie den Deckenfluter über der Trennwand zwischen Toilette und Dusche sorgt es für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raumes.

Mittlerweile kann sich Isabelle keinen anderen Wohnort mehr als den über der Werkstatt vorstellen. Allein die Tatsache, dass ihr Traumbad hier ist, lässt das Industriegebiet für sie in einem ganz anderen Licht erstrahlen …

Unsichtbar und doch zur Hand

Isabelle und Jan haben Spaß an schönen Dingen: „Wir lieben gutes Design. Es ist einfach eine Wohltat für die Augen und entrückt uns ein wenig aus dem grauen Alltag.“ Die beiden waren sich daher einig: Ihr neues Bad sollte eine klare Formensprache haben, ohne jegliches störende Beiwerk. Zum Beispiel die neben dem WC-Sitz üblicherweise platzierten Hygiene-Helfer – Toilettenpapierhalter und WC-Bürste. Es mag eine praktische Lösung sein. Doch für unsere Design-Freunde ein absolutes No-Go. Was tun?

Ihre beiden Badgestalter hatten eine Idee: „Wir verstecken die WC-Utensilien in der kleinen Trennwand zwischen WC und Dusche.“ Der sanfte Fingerdruck auf das Türchen macht sofort zugänglich, was im Moment benötigt wird. Doch danach Klappe wieder zu – und Bühne frei für eine ästhetisch stimmige Badarchitektur.